Im Frühjahr 2026 nahmen fünf österreichische Bildungseinrichtungen an der Beta-Testphase der Pix-Plattform zur kompetenzorientierten Bewertung digitaler Kompetenzen teil. Insgesamt beteiligten sich 286 Schüler:innen sowie acht Lehrpersonen aus unterschiedlichen Bildungsbereichen an der Erprobung. Vertreten waren Schulen der Sekundarstufe 1 und 2, sowie eine Pädagogische Hochschule.
Die teilnehmenden Einrichtungen deckten damit ein breites Spektrum der österreichischen Bildungslandschaft ab, von Mittelschulen und allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) über berufsbildende Schulen bis hin zur Pädagogischen Hochschule.
Hohe Akzeptanz und positives Feedback
Die ersten Ergebnisse zeichnen insgesamt ein sehr positives Bild. Besonders gut bewertet wurden die technische Funktionalität der Plattform, ihre visuelle Gestaltung und die übersichtliche Darstellung. Auch die Navigation durch die Aufgaben wurde von den Schüler:innen überwiegend positiv beurteilt.
Bei 118 ausgewerteten Rückmeldungen aus zwei Schulen erreichten die Bereiche „Technische Funktionalität“ und „Übersichtlichkeit der Darstellung“ Zufriedenheitswerte von jeweils rund 89 Prozent. Auch die Relevanz der Aufgaben sowie die einfache Navigation innerhalb der Plattform wurden von den Teilnehmenden mehrheitlich positiv bewertet.
Viele Schüler:innen empfanden die Bearbeitung der Aufgaben als abwechslungsreich und motivierend. Besonders positiv wurde hervorgehoben, dass die Aufgaben digitale Kompetenzen anhand praxisnaher und authentischer Situationen erfassen.
Wertvolle Anregungen für die Weiterentwicklung
Die Beta-Testphase lieferte zugleich wichtige Anhaltspunkte für die weitere Optimierung der Plattform. Verbesserungspotenzial zeigte sich insbesondere bei der Verständlichkeit einzelner Aufgabenstellungen, der Qualität der Übersetzungen sowie bei den Navigationsmöglichkeiten, etwa dem Zurückkehren zu bereits bearbeiteten Fragen.
Positives Feedback der Lehrpersonen
Auch die beteiligten Lehrpersonen bewerteten das Konzept der Plattform sehr positiv. Sie hoben insbesondere den kompetenzorientierten Ansatz, den hohen Praxisbezug der Aufgaben und deren motivierende Wirkung auf die Schüler:innen hervor.
Aus Sicht der Lehrpersonen ermöglichen die Ergebnisse einen differenzierten Einblick in die vorhandenen digitalen Kompetenzen der Schüler:innen. Zudem bietet der Ansatz in bestimmten Bereichen Möglichkeiten zur Kompetenzbewertung, die über bestehende Bewertungsinstrumente hinausgehen.
Ausblick
Die österreichische Beta-Testphase liefert erste vielversprechende Erkenntnisse zur Akzeptanz kompetenzorientierter und praxisnaher digitaler Bewertungsverfahren bei Schüler:innen und Lehrpersonen. Die gewonnenen Erfahrungen und Rückmeldungen fließen nun in die weitere technische und pädagogische Entwicklung der Plattform ein.
Ziel ist es, die Bewertung digitaler Kompetenzen künftig noch stärker an die unterschiedlichen Altersgruppen, schulischen Anforderungen und Lehrpläne anzupassen. Damit soll DigiCLASS einen wichtigen Beitrag zu einer fundierten und datengestützten Weiterentwicklung der digitalen Bildung leisten.
Organisationen, die sich an den nächsten Phasen der Pilotierung beteiligen und DigiCLASS in der Praxis erproben möchten, können sich über dieses Anmeldeformular registrieren.